GIS nochmal anders – Open Streetmap

Nachdem ich als letztes einen Beitrag zum GeoCaching geschrieben habe, hier nochmal etwas anderes, was sich neben dem klassischen GIS bewegt. Auf einer Fachtagung habe ich einen Beitrag zu einem Projekt gehört, das sich Open Streetmap nennt. Das Projekt hat das Ziel, mit der Hilfe von Freiwilligen eine freie Datenbank für Straßenpläne weltweit zu erstellen. Diese wird aus den gesammelten GPS-Daten der Freiwilligen erstellt.

Hierzu werden die Daten (Tracks) aus dem Handheld oder Auto-Navigationssystem ausgelesen, in das Standard GPX-Format gebracht und zunächst auf die Hompage des Projektes übertragen. Auch wenn es sich so anhört: das ist keine Hexerei und für jeden der halbwegs mit einen GPS-Handheld und einem PC umgehen kann einfach zu bewerkstelligen. Danach kann man sich eine freie Software von der Projekthomepage besorgen (z. B. JOSM) in der dann die Straßenzüge erstellt werden, die Straßennamen vergeben werden und andere POI (Points Of Interest) angelegt werden können. Die Genauigkeit ist hierbei stark abhängig von den eingesetzten Geräten und wird i. d. R. nicht schlechter sein, als bei einem normalen Navi. Die Tracks, die ich hochgeladen habe, hatten allesamt eine Genauigkeit von +/- 3m.

Man darf sich nicht vertun und annehmen, man benötige eine Genauigkeit von kleiner als 1m um mit dem Auto auf einer Straße zu fahren. Zur Orientierung reichen diese Daten allemale aus. Moderne Navigationssoftware „zwingt“ die angezeigte Position des Fahrzeuges auf die Straße und das Gerät entscheidet anhand der Abweichung von der Straßenlinie, ob man sich noch auf der Straße befindet oder schon auf der Abbiegespur. Die Handhelds zeigen immer die genaue Position an, daher fällt hier schneller auf, ob man sich noch auf dem Weg befindet oder nicht. Achten Sie doch einfach mal vorsichtig bei der nächsten Fahrt mit dem Navi darauf. Aber bitte achten Sie trotzdem immer genau auf den Verkehr, damit Sie sich nicht selbst in eine gefährliche Situation bringen!!

Zu mehr ist das Kartenmaterial momentan auch nicht gedacht. Bisher gibt es noch keine Routingfunktion, d. h. ich kann keine Route planen. Allerdings kann ich die Karten auf mein GPS Gerät laden und dann bei einer Radtour oder beim Wandern sehen, wo ich mich befinde. Dabei brauche ich kein schlechtes Gewissen zu habe oder viel Geld für entsprechende Karten ausgeben. Das Kartenmaterial von Open Streetmap ist frei verfügbar.

Als ich mir den Plan angesehen habe, für den Bereich in Wanne-Eickel (Herne), in dem ich wohne, stellte ich fest, dass hier ein riesiger weißer Fleck war. Die Betonung liegt auf „war“. Mit anfänglicher Euphorie habe ich eine ganze Reihe von Straßenzügen erstellt und erfolgreich in das Projekt eingebracht. Momentan holt mich das Studium wieder ein, so dass ich meine Zeit anders verwenden muss. Sobald ich im April aber wieder ein bisschen Zeit habe und das Wetter besser wird, werde ich wieder ein paar neue Strecken hinzufügen.

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