Archive for the ‘Business Intelligence’ Category

OSM im Unternehmen

März 4, 2012

Dieses White Paper ist eine Art Diskussionspapier und ein wenig eine Fallstudie, in wieweit die OSM-Daten überhaupt und zu welchem Zweck eingesetzt werden könnten. Ich erhebe hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Im Wesentlichen gebe ich hier meine Beobachtungen und meine Meinung wieder. (more…)

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Business Intelligence / Location Intelligence

August 4, 2006

Führen wir die Diskussion noch etwas weiter, müssen wir in diesem Zusammenhang zwangsläufig auch über Location Intelligence und Business Intelligence sprechen.

Mit Intelligence ist hier keinesfalls die mögliche Übersetzung „Intelligenz“ gleichzusetzen! Es handelt sich hier in diesem Zusammenhang um das Zusammentragen, Ordnen und Auswerten von verfügbaren Informationen, um daraus Schlüsse ziehen zu können.

Location Intelligence ist ein Begriff, der vom Softwarehaus MapInfo (mit gleichnamigem Produkt) gerne benutzt wird. Während sich die Begriffe aus dem Posting „Geomarketing / Business GIS“ entweder mehr um die internen Angelegenheiten des Unternehmens kümmern, oder fast zu 100% auf den Kunden ausgerichtet sind, erscheint mir die Location Intelligence eine Mischung aus diesen beiden Begriffen zu sein. Es werden sehr wohl die Daten über Kunden analysiert, aber nicht ausschließlich zum Zweck des gezielten Marketings. Vielmehr wird aus den Erkenntnissen auch auf neue Standorte von Filialen, Antennen o. ä. geschlossen. Wenn erstmal die wichtigsten Daten zusammengetragen sind, kann man mit der geeigneten Software auch Szenarien für die Zukunft entwerfen oder zumindest eine Prognose wagen, unter Einbeziehung aller relevanten Daten. Hierbei werden aber alle Daten georeferenziert bzw. geocodiert.

Einen Schritt weiter geht hier die Business Intelligence, die meiner Meinung nach alle bisher genannten Aspekte umfasst. Es werden gleichermaßen firmeninterne Informationen ausgewertet als auch Informationen über Kunden. Die Ergebnisse werden für die Überprüfung und Verfeinerung interner Unternehmensziele genauso genutzt, wie zu einem optimierten Kundenverhältnis (Werbung, Ermittlung von Neukunden).

Auf der folgenden Folie habe ich versucht die verschiedenen Aspekte eines GIS bezüglich der Schwerpunkte einzuordnen.

Aspekte des GIS (Chart)

Bitte anklicken für größeres Bild!

Das klassische GIS ist hier ganz klar in der Aufgabe der internen Bestandsverwaltung zu sehen. Durch die Weiterentwicklung der Systeme ist heute keine reine Kartographie mehr angestrebt. Wenn die Aspekte der Kartographie schmückendes — wenn auch notwendiges — Beiwerk sind und die Aktivitäten sehr kundenorientiert sind, würde ich von Geomarketing sprechen. Deshalb ist dieses rechts oben angeordnet. Sind die innerbetrieblichen Aspekte genauso wichtig, wie die zu den externen Kunden und fließen ökonomische Daten genauso in das System ein, wie raumbezogene Informationen, spricht man von einem Business GIS. Irgendwo dazwischen würde ich die Location Intelligence ansiedeln. Sie bemüht zwar auch Karten, um Informationen darzustellen, der innerbetriebliche Aspekt, sowie die Kartographie rücken aber etwas mehr in den Hintergrund. Der Begriff, der alle Aspekte solcher Werkzeuge zur innerbetrieblichen und kundenspezifischen Erkenntnisfindung zusammenfasst, ist in meine Augen die Business Intelligence. Da hier meiner Meinung nach zwar gleichermaßen betriebliche als auch den Kunden betreffende Informationen herangezogen werden, aber die kartographischen Daten zumindest quantitativ geringer sind, orden ich diesen Begriff etwas mehr auf der Seite der Ökonomie ein.

Wenn man das Ziel, welches man mit dem möglichen Einsatz einer solchen Software verfolgt, hier wiederfinden und einordnen kann, findet sich recht schnell die Kategorie von Software die man benötigt. Es handelt sich hier lediglich um einen Schwerpunkt der Software. Man sollte vor der endgültigen Entscheidung in Betracht ziehen, möglicherweise mehr als nur die gesetzen Ziele mit der Software abzudecken. Hierbei sind interne Controllingfunktionen angesprochen. Wenn man die Kunden georeferenziert hat, kann man ebensogut über Routingfunktionen die Touren des Vetriebs oder der Auslieferung optimieren. Zu den bisher nur angesprochenen Aspekten (Controlling usw.) später mehr.